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Zwischenfruchtfeldtag in Threna

06. März 2017

Zahlreiche Landwirte folgten Anfang März der Einladung von Tobias Weiske, SAATEN-UNION Vertriebsberater, zum Zwischenfruchtfeldtag  in Threna.

Bevor es raus auf's Feld ging, wurden die Neuerungen im viterra® Programm 2017 und die Ergebnisse aus den Zwischenfruchtversuchen der Jahre 2015 und 2016 am Kaminfeuer vorgestellt.

Zur Aussaat 2015 wurden Pflug und Grubber zur Bodenvorbereitung bei Zwischenfrüchten verglichen. Auf dem Standort in Threna zeigte sich, dass in der gepflügten Variante weniger Konkurrenz vom Ausfallgetreide ausging und sie sowohl im Herbst als auch im Frühjahr „sauberer“ war.

Die zweite Fragestellung war, wie sich die Bestände mit unterschiedlicher Saatstärke verhalten. Dazu wurden die viterra® Mischungen in voller und in halber Saatstärke gedrillt. Im Herbst 2015 waren kaum Unterschiede zu sehen: Beide Saatstärken haben einen scheinbar dichten Bestand gebildet. Im Frühjahr hingegen waren die Varianten mit voller Saatstärke sehr sauber, das Ausfallgetreide war durch die dichten Bestände gut abgestorben. Die Varianten mit der halben Saatstärke hingegen konnten das Ausfallgetreide nicht so konsequent unterdrücken.

Auf Gehör der Praktiker stieß auch die Erkenntnis von Weiske, dass sich Zwischenfrüchte, die auf gefrorenem Boden gewalzt werden, im Frühjahr leichter einarbeiten lassen als unbearbeitete.

Martin Schmidt vom Deutschen Wetterdienst stellte die aktuellen Ergebnisse zu den Bodenfeuchteuntersuchungen vor. Die Kernbotschaft war, dass nun nach fünfjähriger Versuchsreihe die Bodenwasservorräte nach Winter, sowohl unter den abgestorbenen Zwischenfrüchten als auch unter der Brache ohne Bewuchs, in jedem Jahr nahezu identisch sind. Abfrierende Zwischenfrüchte haben somit keinen negativen Einfluss auf den Wasserhaushalt im Frühjahr.

Herr Miersch von DuPont berichtete über den Einsatz von Herbiziden zur Bekämpfung von Zwischenfrüchten und über die weiteren anstehenden Pflanzenschutzmaßnahmen im Frühjahr.

Während der anschließenden Feldbegehung wurde das zuvor gehörte vor den verschiedenen Zwischenfruchtparzellen diskutiert. "Die Zwischenfrüchte hatten sich vor Winter gut entwickelt, sind aufgrund der kalten Temperaturen komplett abgefroren und bilden nun eine den Boden schützende Mulchauflage bis die Bearbeitung der Flächen beginnt", so Weiske.

Daniel Dabbelt, P. H. Petersen Saatzucht Lundsgaard GmbH